Selbstverständnis der Spieleautoren

Spieleautoren sind ideenreiche Kompositeure, die innovative und bekannte Spielelemente zu einem neuen Ganzen vereinen. Das daraus entstehende Regelwerk definiert die Handlungsmöglichkeiten der Spieler. Aus einer ursprünglichen Idee wird so ein auch urheberrechtlich relevantes Werk – ein Spiel. Die Spielkomposition kann abstrakt oder in einen thematischen Rahmen eingebettet sein. Sie hat das Ziel, Emotionen, gute Unterhaltung, Spannung sowie Herausforderung an den menschlichen Geist und an individuelles Können zu erzeugen. Was wirklich zählt, ist sozusagen die „Stimme des Erzählers“ und die Kunst der Entführung in andere Welten bzw. eine ganz eigene Art, die für Spannung sorgt und die angesprochene Spielbegeisterte enger zusammenrücken lässt.

Spieleautoren sind daher selbstverständlich auch Urheber. Unabhängig davon bezeichnen sich manche als Spieleerfinder, weil innovative Elemente des Spielmaterials eine gelungene Symbiose mit dem Spielregelwerk eingehen. Da die generelle Basis unseres Schaffens aber letztlich das Spielregelwerk ist, halten wir den Begriff „Spieleautor“ für zutreffender.

Spieleautoren sind Kulturschaffende – für alle Spielebegeisterten und die es noch werden können, für alle jungen und älteren Spielemenschen. Denn Spiel ist Teil des individuellen Lebens und Teil der gesellschaftlichen Kultur. Kultur braucht Menschen, die ihre Traditionen und Errungenschaften pflegen, diese aber auch weiterentwickeln und mit ihrem Namen Verantwortung übernehmen. Die ansprechbar sind. Oder auch sichtbar. Kultur – nachhaltig weiterentwickelt von kreativen Köpfen, den Spieleautorinnen und Spieleautoren.