Kulturgut stärken: Gemeinschaftsaktion „Stadt-Land-Spielt!“

Jedes Jahr begeht der Deutsche Kulturrat um den 21. Mai einen Tag mit dem Motto „Kultur gut stärken“. Zahlreiche kulturelle Veranstaltungen jeder Couleur finden zur Verbreitung und Förderung deutscher Kulturgüter statt.

Die Spiele-Autoren-Zunft (SAZ), seit 2008 Mitglied im Deutschen Kulturrat (Rat für Soziokultur und kulturelle Bildung), begeht in Zusammenarbeit mit dem Deutschen SPIELEmuseum Chemnitz und dem Deutschen Spielearchiv Nürnberg einen „Tag des Spiels“.

Stadt – Land – Spielt! - Unter diesem Motto und dieser Aufforderung möchten die drei Spieleinstitutionen das Spiel und das Spielen in Deutschland fördern, indem sie der breiten Öffentlichkeit einen barrierefreien Zugang zum Kulturgut Spiel anbieten. Durch Präsentation und Einführung in Spieleklassiker und moderne Autoren-Spiele kann das Erlebnis Spiel ohne langwieriges Regelstudium erfahren und entdeckt werden. Alle gleich gesinnten Organisationen sind eingeladen, sich in den nächsten Jahren dazu zu gesellen, damit zu dieser Gelegenheit bald deutschlandweit gespielt werden kann.

Die Initiatoren wollen das Heft in die Hand nehmen und diesem Anlass seinen einheitlichen Rahmen und ein Gesicht in der Öffentlichkeit geben: mit einem gemeinsamen Internetauftritt, unter einem gemeinsamen Logo, mit einem gemeinsamen Auftrag.

Dieses Jahr finden als Startschuss zwei Aktionen in Chemnitz und Nürnberg statt.

Das diesjährige Motto des Kulturrats „Wert der Kreativität“ passt gut zu den Aktionen der Spiele-Autoren-Zunft „Auch Spiele haben Autoren“ und zu den beiden Ausstellungen, die in Chemnitz und Nürnberg zu dieser Zeit gezeigt werden:


Deutsches SPIELEmuseum Chemnitz

Der „Wert der Kreativität“ zeigt sich in der Ausstellung „Nachgemacht – Spielekopien aus der DDR“ in ganz besonderer Art und Weise.

Vom 5. Mai bis 31. Juli 2012 gibt das Deutsche SPIELEmuseum einen bisher so noch nie gezeigten Einblick in die Alltagswelten der DDR. Die Spiele geben Aufschluss über Mangel und Erfindungsreichtum eines verschwundenen Staates, der noch immer seine Spuren hinterlässt. Die bisher größte Ausstellung von nachgemachten Spielen aus der DDR soll ihre Besucher zum Nachforschen anregen. In den Spielen liegen sowohl Hinweise auf politische Missstände, als auch ganz private Erlebnisse versteckt. Es lohnt sich also ganz genau hinzuschauen.
Neefestraße 78a, 09119 Chemnitz, 26. Mai 2012,  15.00 Uhr


Deutsches Spielearchiv Nürnberg

Die Ausstellung „Top Secret! - Der Spieleerfinder Alex Randolph“, die vom 4. Mai bis 15. Juni in Nürnberg zu sehen ist, widmet sich dem wohl kreativsten Spieleerfinder, den die Branche bisher gekannt hat. Zu Ehren seines 90. Geburtstags zeigt das Spielearchiv als Bewahrer seines Nachlasses wertvolle Prototypen und Spiele dieses Vorreiters der Spieleautoren. Bild- und Tondokumente unterstreichen seine vielfältigen Kontakte, Freundschaften, aber auch die große Bedeutung seiner Person in dieser Szene.

Am 26. Mai 2012 lädt das Archiv zu Führungen durch die Ausstellung, aber auch zum Spielen seiner neuen und alten Spiele direkt vor Ort ein. Die Spieleerklärer des Ali Baba Spieleclubs stehen bereit. Außerdem werden die Spieleautoren Carmen Kleinert, Hans Rüttinger und Roland Weniger anwesend sein.
Roland Weniger i
Foyer Pellerhaus, Egidienplatz 23, Nürnberg, 26. Mai 2012, 13.00-17.00 Uhr


Spiele-Autoren-Zunft e. V. (SAZ)

Seit 2010 stärkt die SAZ durch ihre Aktion „Auch Spiele haben Autoren“ das Bewusstsein, das hinter jedem Spiel ein kreativer Kopf steht, ohne den das Spiel nicht existieren würde. Mit der Wander-Ausstellung „Wie entsteht ein Spiel?“ wird dieses Anliegen weiter verfolgt.

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