Rückblick Spieleautor*innen-Treffen in Göttingen 2026

Am 06. und 07. Juni 2026 fand das 44. Spieleautor*innen-Treffen in Göttingen statt. Etwa 350 Menschen kamen in die Sheddachhalle, an knapp 160 Tischen wurden Prototypen präsentiert und von über 80 Verlagsvertretern von 40 Verlagen begutachtet.

Die Veranstaltung wurden mit Grußworten von Frau Petra Broistedt (Oberbürgermeisterin der Stadt Göttingen), und Hartmut Kommerell (Vorsitzender des Vorstands der SAZ) eröffnet. Hartmut Kommerell erinnerte dabei an Reinhold Wittig, den im April verstorbenen Spieleautor, Künstler und Begründer des Spieleautorentreffens.

Direkt im Anschluss wurde der Göttinger Spatz verliehen. Die Auszeichnung für seinen Beitrag zum Kulturgut Spiel ging in diesem Jahr an Uwe Rosenberg. Vielen ist er bestimmt durch seine zahlreichen sehr erfolgreichen Spiele bekannt, die vom einfachen Kartenspiel Bohnanza bis hin zu Kennerspiel Agricola ein breites Spektrum abdecken.

Ausschlaggebend für die Verleihung des Preises ist aber vor allem sein gesellschaftliches Engagement. Die von ihm gegründete Initiative Schule & Spiel setzt sich dafür ein, das Potenzial von Brett- und Gesellschaftsspielen im Bildungsbereich sichtbar zu machen und zu fördern. Zudem initiierte er das Aufforstungsprogramm Boardgame Road in Ghana. Die Laudatio hielt der Preisträger des letzten Jahres Bruno Faidutti.

(von links: Hartmut Kommerell, Petra Broistedt, Uwe Rosenberg)

Am frühen Samstagabend wurde das von der Jury Spiel des Jahres geförderte Deutsche Nachwuchs-Spieleautor*innen-Stipendium vergeben.

Die Jury aus Lothar Hemme, Cynthia Kempe-Schönfeld und dem Preisträger des Vorjahres, Josef Kirschner, vergab das Stipendium in diesem Jahr an Mileena Neumeister. Über verschiedene Praktika hinweg bekommt sie Einblicke in die Verlagsarbeit, in den Spielwarenhandel und ins Nürnberger Spielearchiv. Durch den Besuch einer Autorenwerkstatt bekommt sie spieltheoretisches Wissen vermittelt.

Nominiert waren des Weiteren Stefan Diddens und das Autorenteam Andrej Woerner & Sebastian Schleier.

 

(von links: Stefan Diddens, Mileena Neumeister, Andrej Woerner & Sebastian Schleier)

Am Sonntag, dem Göttinger Tag des Spiels, waren alle eingeladen, die präsentierten Prototypen zu testen oder an einigen Tischen bereits veröffentlichte Spiele auszuprobieren. Erfreulich viele Gäste fanden den Weg in die Nordstadt, spielten fleißig Prototypen und konnten dadurch sogar Spielepreise vom Pegasus Verlag gewinnen.

Der Termin für das Treffen im nächsten Jahr wird so bald als möglich bekannt gegeben.

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