Quellensteuerentlastung: Stellungnahme von Verbänden der Kreativwirtschaft
Die Bundesregierung hat in ihrem Referentenentwurf zum Jahressteuergesetz 2026 eine deutliche Anhebung der Freigrenze von 10.000 Euro auf 100.000 Euro p.a. für Lizenzzahlungen an ausländische Urheber und Rechteinhaber vorgesehen. Gemeinsam mit unseren Kolleg*innen aus anderen Verbänden der Kreativwirtschaft begrüßen wir diesen ersten Schritt, weil er auch für Spieleautor*innen aus dem Ausland und ihre deutsche Verlage eine deutliche Entlastung und Entbürokratisierung bedeutet. Diese neue Freigrenze dürfte zumindest in unserer Branche für die allermeisten Fälle greifen und die bisher häufig notwendigen Freistellungsanträge obsolet machen. Wir hoffen auf eine baldige Umsetzung und sehen diese geplante Anhebung auch als Erfolg unserer gemeinsamen Bemühungen in den letzten Jahren.
In der Stellungnahme der Verbände werden gleichzeitig weitere notwendige Schritte angemahnt. Dazu gehört eine Entbürokratisierung nach Vorbild der meisten europäischen Länder sowie eine Streichung von § 50d Abs. 3 EStG für alle Lizenzgeschäfte der Kreativwirtschaft. Die SAZ unterstützt diese Forderungen.