2016: Steuerbehörden akzeptieren Urheberrecht für Spiele

Rund acht Monate dauerte die Diskussion mit dem Bundeszentralamt für Steuern in Bonn und dem Bundesfinanzministerium in Berlin, bis die Abgrenzung zwischen gewerblichen Schutzrechten und Lizenzverträgen, die auf dem Urheberrecht basieren, klar definiert war. Davon profitieren in erster Linie italienische Spieleautoren, denen bisher oft Quellensteuer in Deutschland abgezogen wurde.

2016: Status der Spieleautoren bei der Künstlersozialkasse geklärt

Die langjährige Rechtsunsicherheit über die Abgabepflicht der Werknutzer auf Honorare an Spieleautoren ist nach einem Rechtsstreit mit einem deutschen Verlag, der sich weigerte, diese Abgabe zu zahlen, Geschichte. Die SAZ konnte erreichen, dass die KSK Spieleautoren und Game Designer in den Katalog der künstlerischen Tätigkeiten der KSK aufgenommen werden.

2015: Spiele in die Deutsche Nationalbibliothek | Satzungsreform

Für ihrer bereits 2014 erstmals veröffentlichte Forderung, Spiele in den Sammlungskatalog der Deutschen Nationalbibliothek aufzunehmen, konnte die SAZ den Spieleverlage e.V. sowie dann auch den Deutschen Kulturrat gewinnen – siehe auch unter Themen. Für die Idee, dafür das Deutsche Spielearchiv Nürnberg als Kompetenzzentrum zu nutzen, konnte sich auch der Kulturausschuss der Stadt Nürnberg begeistern.
Im Juni verabschiedete die Mitgliederversammlung der SAZ nach langer vorhergehender Diskussion eine umfassende Satzungsreform, die auch den Weg für die Stelle eines Geschäftsführers frei machte.

2014: Justizministerium stellt Spiele anderen Werkformen gleich

Auf eine Anfrage des CDU-Bundestagsabgeordneten Ansgar Heveling (CDU) bestätigte der Parlamentarische Staatssekretär und MdB Christian Lange im Auftrag des Ministers Heiko Maas, dass "Spiele und Spielregelwerke vom Schutz des Urheberrechts umfasst sein können. ... Ob dies der Fall ist, ist wie bei anderen Werkformen eine Frage des Einzelfalls."

2013: Erfolgreiche Verhandlungen mit Ravensburger
und Beitritt zu Urheberrechtsorganisationen

Seit 2012 verhandelte die SAZ hart, aber letztlich erfolgreich mit dem Ravensburger Spielverlag über die Inhalte des neuen Lizenzvertrags für Spieleautoren. Im August 2013 wurden diese Verhandlungen mit einem weitgehend positiven Ergebnis abgeschlossen. Im gleichen Jahr wurde die SAZ aktives Mitglied in der Initiative Urheberrecht und Fördermitglied im Münchner Institut für Urheber- und Medienrecht, um ihre Lobbyarbeit auf diesem Gebiet zu intensivieren.

2013 Spieleautoren sind Urheber!

Die SAZ konnte mit einer Unterschriftenkampagne auf change.org fast 5.000 Unterstützer für ihre Forderung an die Vereinigung der Spieleverlage gewinnen, Spieleautoren als Urheber und die SAZ als Verhandlungspartner anzuerkennen. Der Geschäftsführer der Fachgruppe Spiel hatte zuvor den Status von Spieleautoren als Urheber infrage gestellt und sie dann als "Lieferanten" bezeichnet. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

2011: Die SAZ feiert ihr 20-jähriges Bestehen!

Für ihr engagiertes Eintreten für die Interessen der Spieleautoren wurde die SAZ auf dem 30. Göttinger Spieleautorentreffen mit dem Inno-Spatz ausgezeichnet. Dieser Preis wurde vom Mitveranstalter und Gründer des Treffens, Reinhold Wittig, in Kooperation mit der Stadt Göttingen vergeben.

2011 Kampagnenstart „Auch Spiele haben Autoren“

Mit dieser Aktion wendete sich die SAZ an Verlage, Medien und Handel, um die Bedeutung der Spieleautoren zu unterstreichen und die kreativen Köpfe hinter den Spielen sichtbar zu machen. In den Folgejahren konnten wir feststellen, dass viele Verlage die Autoren der Spiele deutlicher herausstellten und auch die Medien die Autorennamen bei Rezensionen öfter nannten.

2010: Wanderausstellung "Wie entsteht ein Spiel"

Auf der SPIEL '10 in Essen stellte die SAZ ihre Ausstellung aus ca. 50 Rollups erstmals vor. Die Rollups zeigten exemplarisch an einzelnen Spieleautoren und ihren Werken den Schaffensprozess der Entwicklungsphasen bis zum fertigen Spiel. Diese Ausstellung tourte dann mehrere Jahre durch Deutschland und kann mittlerweile über das Deutsche Spielemuseum in Chemnitz ausgeliehen werden. Ein Klick aufs Bild öffnet die Großansicht.

2008: Die SAZ wird als Mitglied im Deutschen Kulturrat aufgenommen

Die Aufnahme der SAZ in die Sektion Soziokultur und kulturelle Bildung im Deutschen Kulturrat war ein wichtiger Meilenstein für die öffentliche Anerkennung des Spiels als Kulturgut und eine gute Basis, um für unsere Ziele gesellschaftspolitisch aktiv zu werden.

2001: Deutscher Spielepreis – Sonderpreis

Deutscher Spielepreis

Der Merz-Verlag als Veranstalter der Internationalen Spieltage in Essen und des Deutschen Spielepreises zeichnete 2001 die SAZ mit einem Sonderpreis aus. In der Begründung heißt es: "Die Spiele-Autoren-Zunft e.V. (SAZ) hat durch ihre Arbeit seit ihrer Gründung vor zehn Jahren wesentlich dazu beigetragen, die Rechte und Belange der bis dahin weitgehend anonymen Spieleautoren zu vertreten, und damit erst ermöglicht, dass der in Deutschland einzigartige Begriff "Autoren-Spiel" in der Öffentlichkeit Bedeutung erlangte."

1993 SAZ-Mitglieder erhalten kostenlosen Eintritt zur Spielwarenmesse in Nürnberg

In einer Vereinbarung mit der Spielwarenmesse in Nürnberg konnte der Vorstand der SAZ erreichen, dass Spieleautoren, die Mitglieder der SAZ sind, kostenlosen Zugang zur Messe bekommen. Diese Regelung gilt noch immer.

1991 gegründet – wie alles anfing

Zu Beginn der 1980er-Jahre formierte sich die Spieleszene in Deutschland. Dazu hat sicher auch die Jury Spiel des Jahres beigetragen, die seit 1979 ihren begehrten Preis vergibt. 1982 fand in Göttingen – initiiert von Karin und Reinhold Wittig – das erste Spieleautorentreffen statt. Zu den ersten Besuchern zählten u.a. Hajo Bücken, Max Kobbert und Wolfgang Kramer. 1983 fanden die ersten Internationalen Spieltage in der Essener Volkshochschule statt – organisiert von Friedhelm Merz.

Gezeugt wurde die SAZ in Graz: Auf einem Spielfest in Graz – organisiert von Arno und Elfriede Hofer – trafen sich die Spieleautoren Hajo Bücken, Wolfgang Kramer und Alex Randolph. Sie beschlossen bei einem Bier, die Gründung einer Spieleautoren-Vereinigung voranzutreiben. Für diese Idee konnten sie dann u.a. Dirk Hanneforth, Max Kobbert, Johann Rüttinger, Karl-Heinz Schmiel, Klaus Teuber und Detlef Wendt gewinnen.

Die Ziele waren relativ klar: Die Interessenvertretung der Spieleautoren, wie z.B. die Nennung von Autorennamen auf den Schachteldeckel, mehr Fairness bei Verträgen mit Verlagen, Konflikte im Vorfeld klären, Spielautoren als solche bekannt machen, sich für das Kulturgut Spiel engagieren.

Doch wie sollte das Kind heißen? Nach längeren Diskussionen wurde es dann die "Spiele-Autoren-Zunft e.V." - kurz SAZ, die am 17. Oktober 1991 in Essen gegründet wurde. Hajo Bücken wurde zum Vorsitzenden gewählt, Klaus Teuber als sein Stellvertreter und Dirk Hanneforth als Schatzmeister. Eine Chronologie aller Vorstände finden Sie hier.