Geschichte der SAZ
Zu Beginn der 80er Jahre formierte sich die Spieleszene in Deutschland. Dazu hat sicher auch die Jury Spiel des Jahres beigetragen, die seit 1979 ihren begehrten Preis vergibt. 1982 fand in Göttingen – initiiert von Karin und Reinhold Wittig – das erste Spieleautorentreffen statt. Zu den ersten Besuchern zählten u.a. Hajo Bücken, Max Kobbert und Wolfgang Kramer. 1983 fanden die ersten Internationalen Spieltage in der Essener Volkshochschule statt – organisiert von Friedhelm Merz.
Gezeugt wurde die SAZ in Graz: Auf einem Spielfest in Graz – organisiert von Arno und Elfriede Hofer – trafen sich die Spieleautoren Hajo Bücken, Wolfgang Kramer und Alex Randolph. Sie beschlossen bei einem Bier, die Gründung einer Spieleautoren-Vereinigung voranzutreiben. Für diese Idee konnten sie dann u.a. Dirk Hanneforth, Max Kobbert, Johann Rüttinger, Karl-Heinz Schmiel, Klaus Teuber und Detlef Wendt gewinnen.
Die Ziele waren relativ klar: Die Interessenvertretung der SpieleautorInnen, wie z.B. die Nennung von Autorennamen auf den Schachteldeckel, mehr Klarheit bei Verträgen mit Verlagen, Konflikte im Vorfeld klären, SpielautorInnen als solche bekannt machen, sich für das Kulturgut Spiel engagieren.
Doch wie sollte das Kind heißen ... „Vereinigung der Spieleautoren“ oder „Spiele-Autoren-Verein“?
Die Gründungsversammlung am 28.06.1991 war sich noch nicht ganz einig. Auf Vorschlag von Karl-Heinz Schmiel wurde dann im Juli „Verein“ durch „Zunft“ ersetzt, weil dieser Begriff auch besser zur Stimmrechtsregelung in der Satzung passe. Diese sah nämlich schon damals vor, dass nur Mitglieder mit veröffentlichten Spielen ein Stimmrecht haben. Nicht alle waren über die „Zunft“ glücklich, aber als Spiele-Autoren-Zunft e.V. wurde sie dann am 11.11.1991 ins Vereinsregister Göttingen eingetragen.
Hajo Bücken war der erste Vorsitzende in der Geschichte der SAZ, Klaus Teuber sein Stellvertreter und Dirk Hanneforth der erste Schatzmeister.
Chronologie der SAZ-Vorstände
| Zeitraum | 1. Vorsitzender | Stellv. Vorsitzender | Schatzmeister |
|---|---|---|---|
| 1991-1993 | Hajo Bücken | Klaus Teuber | Dirk Haneforth |
| 1993-1995 | Wolfgang Riedesser | Karl-Heinz Schmiel | Niek Neuwahl |
| 1995-1997 | Wolfgang Kramer | Werner Falkhof | Harald Bilz |
| 1997-1999 | Niek Neuwahl | Werner Falkhof | Harald Bilz |
| 1999-2001 | Reiner Knizia | Stefanie Rohner | Jürgen P.K. Grunau |
| 2001-2003 | Peter Lewe | Thomas Fackler | Edith Grein-Böttcher |
| 2003-2005 | Alan R. Moon | Andrea Meyer | Anja Wrede |
| 2005-2007 | Marcel-André Casasola-Merkle |
Jens-Peter Schliemann | Henning Poehl |
| 2007-2009 | Lutz Stepponat | Reiner Stockhausen | Henning Poehl |
| 2009-2011 | Friedemann Friese | Stefan Risthaus | Christian Beiersdorf |
| 2011-2013 | Harald Mücke | Michael Feldkötter | Christian Beiersdorf |
2001: Deutscher Spielepreis – Sonderpreis. Der Merz-Verlag als Veranstalter des Deutschen Spielepreises zeichnete 2001 die SAZ
mit einem Sonderpreis aus. Die Begründung:
Die Spiele-Autoren-Zunft e.V. (SAZ) hat durch ihre Arbeit seit ihrer Gründung vor zehn Jahren wesentlich dazu beigetragen, die Rechte und Belange der bis dahin weitgehend anonymen Spieleautoren zu vertreten, und damit erst ermöglicht, dass der in Deutschland einzigartige Begriff "Autoren-Spiel" in der Öffentlichkeit Bedeutung erlangte.
2008: Die SAZ wird als Mitglied im Deutschen Kulturrat aufgenommen.
Die Aufnahme in den Deutschen Kulturrat ist ein wichtiger Meilenstein für die öffentliche Anerkennung des Spiels als Kulturgut und eine gute Basis, um für unsere Ziele als Lobby und gesellschaftspolitisch aktiv zu werden.
2011: Die SAZ feiert ihr 20-jähriges Bestehen! Für ihr engagiertes Eintreten für die Interessen der Spieleautoren wurde die SAZ auf dem 30. Göttinger Spieleautorentreffen mit dem Inno-Spatz ausgezeichnet. Diese Preis wird vom Veranstalter und Gründer des Treffens, Reinhold Wittig, in Kooperation mit der Stadt Göttingen vergeben.





















